Aus dem Programmheft des German GameMusic Award und dem Konzert Game Symphony vom 15.06.2019 finden Sie hier die ungekürzten Interviews, Werktexte zu Stücke des Konzertes sowie eine kurze Besprechung eines weiteren Computerspiels und dessen Musik.

Durch die Kooperation mit „Musik im Ohr“ des Konzerthauses „Die Glocke“ haben Schüler der 8. Klasse der Oberschule Sebaldsbrück diese Werktexte zur Musik und Videospielen geschrieben und die Interviews mit den Finalisten des GGMA geführt. Sie selbst beschreiben sich so:

„Wir sind aus dem achten Jahrgang und machen bei dem Orchester der „Oberschule Sebaldsbrück“ mit. Wir sind alle eine große Familie und halten zusammen und gehen durch dick und dünn.“

Klicken Sie auf den namen um Interview von Levent Altuntas, Levents Kovács oder Jannik Ost zu gelangen.

Interviews mit den Finalisten des Wettbewerbs

Levent Altuntas

Schüler: Sind Sie selbst „Gamer“?

Levent: Früher habe ich noch öfter Videospiele gespielt, aus Zeitgründen heute leider nicht mehr ganz so oft. Ich würde aber gerne wieder…

 

S: Was ist Ihr Lieblingsspiel bzw. Lieblingssoundtrack?

L: Für mich gehört die Musik zum Gesamtprodukt des Spiels dazu, d.h. meine Lieblingsspiele sind gleichzeitig auch die, deren Musik ich am liebsten mag. Das sind für mich eindeutig “World of Warcraft”, “Dragon Age: Origins” und “Mass Effect 2”.

 

S: Welches ist das erste Spiel, das Sie gespielt haben und wie alt waren Sie da?

L: Mein erstes Computerspiel war ein heute leider nicht mehr so bekanntes Jump’n’Run namens “Jill of the Jungle”. Ich schätze, zu dem Zeitpunkt war ich vielleicht sechs Jahre alt.

 

S: Wieso haben Sie sich für das Genre Gamemusic entschieden?

L: Das ist eben der Punkt. Game- und Filmmusik sind kein Genre, sondern bedienen sich verschiedener Genres zu einem funktionalen Zweck. Mal ist es ein barock angehauchtes Stück, mal der Golden-Age-of-Hollywood-Sound und vielleicht auch mal etwas Avantgardistisches. Diese Vielseitigkeit ist es, die mich reizt.

 

S: Videospielmusik umfasst viele Genres. Von welchem Genre oder Komponisten lassen Sie sich beeinflussen?

L: Ich bin selbst eher ein Fantasy-Rollenspiel-Typ, deshalb kenne ich davon natürlich die meiste Musik. Inon Zur, Trevor Morris, aber auch das Team um Jason Hayes, Derek Duke und Glenn Stafford sind Meister darin und man kann sich die Spiele ohne deren Musik gar nicht vorstellen. Wie Jack Wall in der Musik zu “Mass Effect 2” orchestrale Elemente mit Synths verbindet finde ich auch sehr spannend (diesen Sound hat Pinar Toprak übrigens auch in ihrer Musik zum aktuellen “Captain Marvel”-Film aufgegriffen).

 

S: Verbinden Sie etwas mit Ihrem Wettbewerbsstück?

L: Lange Winternächte bei ausgefallener Heizung. Aber trotz widriger Umstände hat ja noch alles geklappt.

 

S: Welche Musikrichtungen hören Sie privat?

L: Als klassischer Musiker beschäftige ich mich hauptsächlich mit ernster Musik, vor allem die Musik des 20. Jahrhunderts interessiert mich besonders. Ansonsten beschäftige ich mich natürlich auch viel mit Film- und Gamemusik, Komponisten wie Andrew Lockington, Basil Poledouris, Don Davis und Ben Bartlett. Wenn ich unterwegs bin, höre ich gerne mal das eine oder andere Album von Within Temptation oder Nightwish an. Und ich habe eine (nicht ganz so) geheime Schwäche für Avril Lavigne…

 

S: Welche Instrumente spielen Sie?

L: Violine und Klavier. Im Studium hatte ich auch 7 Semester Gesangsunterricht, aber das habe ich nicht weitergeführt.

 

S: Kommen diese Musikrichtungen und Instrumente auch in Ihrer Komposition vor?

L: Die Violinen sind ein integraler Bestandteil des Orchesters, deshalb kommen diese selbstverständlich auch in meiner Musik vor. Man kann sich als Komponist gar nicht dagegen wehren, dass bestimmte Elemente aus der Musik, mit der man sich beschäftigt, in den eigenen Werken auftauchen. Das passiert meist unbewusst. Man kann Zitate oder Paraphrasierungen aus anderen Werken aber auch bewusst einsetzen. Wenn ich mir die Harmonik in meiner Komposition zu “Splatoon 2” rückblickend anschaue, stelle ich fest, dass sie Ähnlichkeiten mit dem symphonischen Schaffen von Alexandre Tansman und der Filmmusik von Ben Bartlett hat, ohne dass ich während des Kompositionsprozesses darüber nachgedacht hätte. Im Gegensatz dazu habe ich mich für “State of Mind” ganz bewusst von postminimalistischen Strukturen inspirieren lassen, wie sie in der Musik von John Adams oder Don Davis’ Filmmusik zu „The Matrix“ vorkommen.

 

S: Komponieren Sie auch andere Musik, zum Beispiel für Filme?

L: Ich komponiere hauptsächlich Musik für den Konzertsaal und für Kurzfilme. Bisher habe ich sieben Kurzfilme vertonen dürfen. Darüber hinaus arrangiere ich auch bereits existierende Musik. So  bearbeite ich gerade verschiedene Marvel-Filmmusiken (u.a. „Iron Man“, „Thor“ und „Black Panther“) für ein Live-Konzert auf der CCXP 2019 in Köln, der größten Comicmesse der Welt.

 

S: Wie alt waren Sie als Sie das erste Stück komponiert haben?

L: Ich war sieben Jahre alt, als ich es das erste Mal versucht habe. Da hatte ich gerade Noten lesen gelernt und angefangen, Geige zu spielen, wusste aber eigentlich nicht was ich tue. Mit 14 Jahren habe ich dann Kompositionsunterricht am Konservatorium bekommen. Ich würde sagen, dass da dann das erste wirklich ernst zu nehmende Stück entstanden ist.

 

S: Wie viele Stücke haben Sie schon komponiert?

L: Etwa 30.

 

S: Welches ist Ihrer Meinung nach das beste Stück, das Sie komponiert haben?

L: Das ist sehr schwierig zu beantworten. Ich habe kürzlich Variationen über “Alle meine Entchen” geschrieben (kein Witz!) und das in verschiedenen Stilen (Mozart, als Gospel, als Wiener Walzer, Trauermarsch, orientalisch…). Das ist sicherlich eines der humorvollsten Stücke, die ich geschrieben habe und handwerklich vermutlich am ausgereiftesten. Ansonsten hänge ich auch sehr an einer Filmmusik zu einem Kurzfilm namens “Kalter Schweiss”. Als Komponist hat man zu seinen eigenen Werken nicht so viel Abstand und kann deshalb die Qualität nicht wirklich objektiv beurteilen. Wenn ihr meine Kommilitonen oder Professoren fragt, werden die mit Sicherheit ganz andere Kompositionen nennen als ich gerade.

 

 

Levente Kovács

Schüler: Sind Sie selbst „Gamer“?

Levent: Ja, ich bin Gamer, aber in letzter Zeit spiele ich nicht mehr so viel.

 

S: Was ist Ihr Lieblingsspiel bzw. Lieblingssoundtrack?

L: Meine Lieblingsspiele sind die „Track Mania“-Serie („Sunrise“, „Nations Forever“) und „Bioshock Infinite“. Ich mag den Soundtrack von der „Ghost- Recon“-Series besonders.

 

S: Welches ist das erste Spiel, das Sie gespielt haben und wie alt waren Sie da?

L: Vielleicht „The Lion King“ und „Aladdin“. Ich war circa 4.

 

S: Wieso haben Sie sich für das Genre Gamemusic entschieden?

L: Games haben eine wichtige Rolle in meiner Kindheit gespielt. Die Verbindung zwischen Spiel und Musik hat mich immer interessiert.

 

S: Von welchem Genre oder Komponisten lassen Sie sich beim Komponieren von Gamemusic beeinflussen?

L: Orchestermusik auf jeden Fall. Ich bin sehr aufgeschlossen was Musik betrifft und meiner Meinung nach kann man von jedem Genre etwas lernen.

 

S: Verbinden Sie etwas mit Ihrem Wettbewerbsstück?

L: Bei „State of Mind“ hatte ich Star Wars im Kopf.

 

S: Welche Musikrichtungen hören Sie privat?

L: Ich höre Film Soundtracks natürlich oft an, aber eigentlich alles von elektronischer Musik bis Rock (Hip-hop, Classic, Jazz…)

 

S: Welche Instrumente spielen Sie?

L: Klavier

 

S: Kommen diese Musikrichtungen und Instrumente auch in Ihrer Komposition vor?

L: Ja, natürlich.

 

 

S: Komponieren Sie auch andere Musik zum Beispiel für Filme?

L: Ja, ich komponiere meistens für Filme.

 

S: Wie alt waren Sie als Sie das erste Stück komponiert haben?

L: Circa 16 Jahre.

 

S: Wie viele Stücke haben Sie schon komponiert?

L: Viele. In den letzten 4 Jahren habe ich jährlich bei 3-5 Wettbewerben mitgemacht. Ich komponiere natürlich auch für mich selbst, als Übung.

 

S: Welches ist Ihrer Meinung nach das beste Stück, das Sie komponiert haben?

L: Ich glaube, dass meine Musik für eine Szene von „Cinderella“ die beste ist. Ich habe sie auf dem ASCAP Film Scoring Workshop in Los Angeles geschrieben.

 

 

Jannik Ost

Schüler: Sind sie selbst „Gamer“?

Jannik: Nee, jetzt nicht mehr, wobei ich früher auch am PC gespielt habe, allerdings nicht auf der Konsole.

 

S: Was ist Ihr Lieblingsspiel bzw. Lieblingssoundtrack?

J: Da ich jetzt kein „Gamer“ mehr bin, ist das natürlich schwierig zu beantworten, aber früher hab ich sehr gerne Autorennspiele gespielt. Den ersten „FarCry“-Teil mochte ich auch sehr gerne. Die Reihe gibt es ja auch heute noch. Gefallen hat mir einmal natürlich die Graphik und dann die Musik, da sie sich dem Spieler angepasst hat. Zum Beispiel im Kampf oder wenn man schleichend im Urwald unterwegs war.

 

S: Welches ist das erste Spiel, das Sie gespielt haben und wie alt waren Sie da?

J: Das war in den 90ern. Ich glaube, es war eines dieser Autorennspiele, das hieß „Viper Racing“. Es kann sogar sein, dass das erste Spiel „Minesweeper“ war, wenn das heutzutage noch jemand kennt. Das war damals natürlich cool, heute allerdings nicht mehr so.

 

S: Wieso haben Sie sich für das Genre Videospielmusik entschieden?

J: Ich finde grundsätzlich die Kombination aus Bild und Musik sehr interessant. Dabei ergeben sich viele Möglichkeiten, die Bilder zu unterstreichen. Zum Beispiel im Film oder in Spielen wirkt die jeweilige Szene ganz anders ohne Musik. Musik kann Dinge transportieren, die das Bild alleine nicht kann. Deswegen hat mich schon immer diese Kombination in Film-und Videospielmusik fasziniert.

 

S: Videospielmusik umfasst viele Genres. Von welchem Genre oder Komponisten lassen Sie sich beeinflussen?

J: Das ist schwierig zu sagen, weil da viel mit rein spielt. Natürlich von dem, was man selbst hört. Dazu gehört Klassik, aber auch Jazz und Pop-Elemente. Mit dem Synthesizer zu arbeiten macht dabei auch viel Spaß. Also sehr unterschiedliche Einflüsse.

 

S: Verbinden Sie etwas mit dem Wettbewerbsstück?

Ja, klar verbinde ich etwas mit dem Stück. Man durchläuft ja während des Komponierens verschiedene Phasen, gerade am Anfang denkt man dann mal „wie soll man das denn alles schaffen?“ Irgendwann kommt man dann aber schrittweise auf die ersten Ideen, und diese Zeit verbinde ich natürlich mit dem Stück. Dann aber auch einen gewissen Stolz, dass man das Stück fertiggestellt hat und dass es dann hoffentlich für sich spricht. Ich bin natürlich super gespannt, wie es im Konzertsaal klingt. Ich habe es ja bisher nur als Samples auf dem Computer gehört.

 

S: Welche Musikrichtung hören Sie privat?

J: Filmmusik, Jazz und auch Pop und historisch klassische Musik. Debussy oder Ravel, die schreiben stellenweise so bildlich, da kann man viele Sachen auch für sich selbst herausziehen. Ich finde es wahnsinnig interessant sich mit Musik auseinanderzusetzen, und das auch sehr intensiv, das bedeutet also auch in Partituren zu schauen, von Musik die einem selber gefällt und man sich dabei denkt, wie genial das geschrieben ist.

 

S: Welche Instrumente spielen Sie?

J: Ich spiele Schlagzeug, Percussion, Gitarre und Klavier.

 

S: Kommen diese Musikrichtungen und Instrumente auch in Ihrer Komposition vor?

J: Ja, also Klavier und Schlagzeug, Gitarre eher weniger. Von der Stilistik her auch, denn ich denke, man ist immer die Summe der Elemente, mit denen man sich auseinandersetzt. Für diesen Wettbewerb möchte ich auch aus einem Pool an Erfahrungen schöpfen, die ich musikalisch gemacht habe und diese mit in das Stück einbringen.

 

S: Komponieren Sie auch andere Musik, zum Beispiel für Filme?

J: Ich komponiere jetzt nicht konkret für Filme, weil ich dafür noch nie die Gelegenheit bekommen habe. Aber ich habe schon immer versucht, sehr bildlich zu komponieren. Man hat also eine bestimmte Bildidee, und möchte diese dann vertonen.

 

S: Wie alt waren Sie, als Sie das erste Stück komponiert haben?

J: Das ist gefühlt sehr lange mache. Das erste Stück, das dann auch professionell aufgenommen wurde, und nicht nur ein Ideenfragment war, das war mit 15 Jahren.

 

S: Wie viele Stücke haben Sie schon komponiert?

J: Schwierig zu sagen, da man manchmal Ideen auch nicht voll ausschöpft und die dann links liegen lässt. Ich habe das jetzt auch nicht direkt gezählt, manchmal beende ich Stücke auch gar nicht und mache lieber mit etwas anderen weiter. Also so aus dem Stand könnte ich jetzt keine genaue Nummer sagen.

 

S: Welches ist Ihrer Meinung nach das beste Stück, das Sie komponiert haben?

J: Schwierige Frage…Ich habe für den Wettbewerb zwei Stücke geschrieben und mit einem der Stücke bin ich doch schon sehr zufrieden. Man schaut ja immer kritischer auf die eigenen Sachen, als es andere tun, aber da denke ich schon: „Wow, da bin ich mal gespannt, wie das im Konzertsaal klingt, und wie die Zuhörer darauf reagieren werden.“

 

Werktexte

Hier sind die Werktexte der Schüler der OS Sebaldsbrück, die im Konzert Game Symphony gespielt werden.

Sonic the Hedgehog

Massato Nakamura: “Symphonic Suite”

Sonic The Hedgehog (Sonic der Igel) ist ein blauer Igel, der in Schallgeschwindigkeit rennen kann (Sonic heißt im Deutschen Schall). Das Spiel wurde am 23. Juni 1991 von Shigeru Miyamoto (der Erfinder von Super Mario Bros.) in Japan kreiert. Es handelt sich um ein Jump&Run (Hindernislauf) Spiel, genauso wie Super Mario Bros. Sonic ersetzt Alex kidd, der bis 1990 Maskottchen bei der zuständigen Spielfirma Sega war. Sonic ist ein Meter groß und wiegt 35 Kilogramm. Er hat auch die Fähigkeit sich zusammenzurollen und dann Gegenstände oder feindliche Gegner zu besiegen. Sonic

kann nicht schwimmen, er begibt sich daher nicht in tiefes Wasser und trägt deswegen auch bei Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen eine Schwimmweste. Das Spiel wurde längere Zeit benutzt, um Spielkonsolen zu testen.

Das musikalische Thema von Sonic heißt „Sonic the Hedgehog-Green Hill Zone“, welches mit Synthesizern erstellt wurde. Zu Beginn der Computerspielära wurde die Musik nicht mit klassichen Instrumenten eingespielt, sondern mit Synthesizern. Für das Stück gab es seitdem keine neue Fassung.

Es wiederholt sich immer wieder bis man im Ziel ist. Die Stimmung ist dabei abenteuerlich und erzeugt Spiellust. Diese wird an manchen Stellen sogar noch gesteigert, indem die Musik schneller gespielt wird. Die Musik verändert sich gelegentlich im Spiel, beispielsweise wenn es an manchen Stellen im Spiel schwieriger wird. Sie passt sich also oft an die Spielsituation an. Die Spielmusik ist grade in der „Gamingbranche“ sehr wichtig, weil sie die Momente entweder spannender, trauriger oder sogar lustiger macht. Denn wenn zum Beispiel in einer traurigen Szene fröhliche Musik anstatt traurige Musik gespielt wird, fühlt sich der Hörer nicht emotional angesprochen und er verliert schnell die Lust am Spielen.

 

Super Mario Bros.

KOji KondO: Super Mario Medley

Das Spiel Super Mario Bros. handelt von einem italienischen Klempner Namens Mario. Im Spiel muss Mario die Prinzessin Peach vor Bowser (dem Bösen) retten. Aber was wäre Super Mario Bros. ohne die berühmte Titelmusik. Die Melodie wurde von Koji KondO komponiert. KOji KondO ist ein japanischer Komponist, der auch bei der Entstehung der Musik von The Legend of Zelda und Yoshi‘s Island mitgewirkt hat. Die Titelmusik von Super Mario Bros. hat eine helle und fröhliche Wirkung auf die Spieler, damit während die Spieler spielen ein gutes und motivierendes Spielgefühl aufkommt.

Die Musik wurde in das Spiel einprogrammiert. Weil der Ton von einer einzigartigen Audio-Programmiereinheit stammt, mussten die Komponisten die Musik in einem Code schreiben, dadurch wurden die Produktionskosten niedriger gehalten. Die Musik ist sogar mit Gegenständen aus dem Spiel synchronisiert, daher bewegen sich alle Charaktere und Gegenstände zum Rhythmus der Musik – alles, was um die Hauptfigur Mario passiert, ist im richtigen Takt synchronisiert.

Wenn man die Titelmusik hört, muss man direkt an Super Mario denken, weil die Melodie sehr bekannt, heiter und einprägsam ist. Sie ist daher das Hauptmerkmal des Spiels. Die Musik des Spiels ist mittlerweile Kult und in allen Super Mario Bros.-Spielen enthalten.

 

Elder Scrolls: Skyrim

Jeremy Soule (arr. Andrew Skeet): “Far Horizons”

Skyrim ist am 11.11.2011 erschienen und der 11. Teil von insgesamt 15. Das Spiel erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wurde mehrmals zum Spiel des Jahres gewählt. Skyrim wurde mehr als 30 Millionen Mal verkauft und gehört zu den 20 meistverkauften Spielen aller Zeiten. Der Komponist Jeremy Soule hat früher sehr viel Wagners große Werke gehört. Er hat sich von Wagners Musik inspirieren lassen. Seine Kompositionen enthalten aber auch viele Einflüsse aus Rock und Pop Musik. Das Musikstück, das wir beschreiben ist der „Original Game Soundtrack“, es gibt von dem Spiel Skyrim aber noch 53 weitere Songs.

Die Musik von Skyrim hört sich sehr emotional und gefühlvoll an. Es gibt zwischendurch immer laute und helle Töne, die das ganze Musikstück ein bisschen fröhlicher machen. Die Lautstärke senkt und hebt sich. Die Stimmung des Stückes “Skyrim: Far Horizons” wirkt am Anfang sehr leidenschaftlich, geheimnisvoll und traurig. Es wirkt an bestimmten Stellen auch sehr abenteuerlich und natürlich.

Auch der Bezug zur Natur spielt eine wichtige Rolle, es sind verschiedene Naturgeräusche im Soundtrack z.B. Vögel, Wind und ein Wasserfall zu hören. Diese passen sich der Umgebung des Spiels an (Winterlandschaft, Gebirge, Bäume, Wasserfall).

Zu Beginn wird es für ca. zwei Sekunden ruhig, dann fangen Flöten zu spielen an, dies wirkt beruhigend und gleichzeitig fröhlich. Wenig später baut sich die Dynamik wieder auf und mehrere Flöten spielen, die Stimmung wird fröhlicher und die Dynamik steigert sich. Mehrere Flöten spielen im Hintergrund, eine Flöte spielt lauter und führt die anderen. In der Mitte hört man Blasinstrumente spielen, es hört sich entspannt an, da es leiser wird. Die Stimmung ist friedlich und gleichzeitig traurig. Nach einiger Zeit wird die Stimmung immer friedlicher. In dem Musikstück hört man immer öfter Wiederholungen. Die Dynamik senkt sich und baut sich dann wieder auf, wie eine Wellenbewegung, die Instrumente sind dabei die gleichen. Am Ende des Stücks wird die Musik ruhiger, bis sie dann ganz leise ist. Zum Musikstück gehören neben Streichinstrumenten (z.B. Violoncello) auch Holzbläser (z.B. Flöten), Blechblasinstrumente (z.B. Horn) und Klaviere. Außerdem hört man noch Schlaginstrumente und einen Chor im Hintergrund.

 

Final Fantasy

Nobuo Uemantsu: “One winged Angel”

Im Jahre 1985 wurde Uematsu von einem Freund, der bei der Videospiel-Firma Square beschäftigt war, gefragt, ob er nicht Musik für einige Videospiele schreiben wolle. So begann Uematsu Soundtracks zu komponieren, unter anderem für fast alle Spiele der bekannten Final Fantasy-Reihe von Square/Square-Enix. Der Kompositionsstil Uematsus ist vielfältig: Er reicht von Heavy Metal, eine Stilrichtung des Metals, welche sich durch starke Gitarrenriffs und wiederkehrende rhythmische Figuren auszeichnet, bis zur Gattung New Age, die Inspirationen, Entspannung und Optimismus des Hörers fördern soll. Uematsu ist zudem ein großer Fan von keltischer Musik.

„One Winged Angel“ ist der Name des Musikstückes von Sephiroth. Dieser ist ein fiktiver Charakter in dem Spiel Final Fantasy, der immer von dem Stück „One Winged Angel“ in jedem Teil der 15-teiligen Reihe begleitet wird. Aufgrund dieser Tatsache kann es als Theme-Song oder Leitmotiv von Sephiroth bezeichnet werden.

Der Stil seiner Kompositionen aus der Final Fantasy-Reihe ist je nach Situation wütend, dunkel oder melancholisch. Beispielsweise ist die Musik von Final Fantasy VII großmütig, düster und triumphal, während der Soundtrack zu Final Fantasy IX fröhlicher, süß und sogar kindisch sein kann. Der Soundtrack wurde in den Ursprungsjahren der Reihe (ab 1987) mit einem Synthesizer eingespielt, der ein ganzes Orchester darstellen sollte. Mit zunehmender Popularität der Reihe wurde ein ganzes Orchester eingesetzt.

 

 

Zusätzlich haben die Schüler noch folgenden Werktext im Rahmen der Musikstunden, in denen sie sich mit Computerspielmusik und dessen Geschichte auseinander setzten, geschrieben.

 

Assassins Creed Syndicate

Austin Wintory

„Assassins Creed Syndicate” ist ein Action-Adventure-Game von Ubisoft und wurde am 23. Oktober 2015 veröffentlicht. Es geht darum, eine böse Bande, die „Die Templer“ heißen, daran zu hindern, den Verfall Londons durch Unterdrückung der Arbeiter zu stoppen, indem man die Arbeiter befreit  und dann mit deren Hilfe die Templer stürzt. Man spielt in einer so genannten Open World, in der  zwischen zwei Hauptcharakteren gewechselt werden kann, welche jeweils über andere Fähigkeiten verfügen.

Die Soundtracks wurden von Austin Wintory geschrieben. Er hat nicht nur die Soundtracks von

„Assassins Creed Syndicate“ komponiert, sondern auch von einem der „Counter-strike“-Spiele, „The Order“ und noch viele mehr. Der Soundtrack von „Assassins Creed Syndicate“ ist eine Sammlung von Musiktiteln. An dem Tag der Veröffentlichung wurde ein weiteres Album mit verschiedenen Hintergrundgeräuschen und mit traditionellen Songs veröffentlicht. Die Musik orientiert sich an Neuer Musik (Neue Musik bezeichnet die mitteleuropäisch geprägte Musik von 1910 bis zur Gegenwart, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgekommen ist). Zusätzlich ist die Musik aber auch von der Musik des Viktorianischen Zeitalters beeinflusst.

In dem Soundtrack hört man viele Streichinstrumente, Flöten, Perkussionsinstrumente, Pianos und gelegentlich Gesang oder einen Chor. Die Musik passt sich teilweise an das Gameplay an,  z.B. spielen während des Kampfes die Perkussionsinstrumente und Geigen sehr schnell und aufgewühlt. Das passt zur Stimmung.

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